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FORDERUNGSKATALOG

2017

FORDERUNGEN

DES KÖLNER

COMMUNITY BÜNDNISSES

UNRECHT AUFHEBEN

UND ENTSCHÄDIGEN!

Wir fordern, dass der Kabinettbeschluss zur Ent-

schädigung und bundesweite Rehabilitierung der

nach § 175 verurteilten Homosexuellen und die

Aufhebung der entsprechenden Urteile schnell

und konsequent umgesetzt wird und die Ent-

schädigungssummen angemessen nachgebessert

werden. Zudem ist der bislang im Gesetzentwurf

fehlende kollektive Ausgleich dringend vorzuse-

hen, für die bis heute nachwirkende massive Be-

einträchtigung der Lebenschancen von Lesben

und Schwulen.

SENIOR*INNEN

STÄRKEN!

Wir verlangen die Einbeziehung der Bedürfnisse

und Lebenslagen von älteren Lesben, Schwulen

und Trans*menschen in alle Bereiche der Seni-

or_innenarbeit und Pflege.

JUGEND STÄRKEN!

Wir fordern die Mittel der Jugendarbeit für LGBTI*

den Herausforderungen anzupassen. Gerade Ju-

gendliche brauchen in der schwierigen Coming

Out- Phase Unterstützung durch Präventions- und

Beratungsangebote.

MENSCHENRECHTE

EINHALTEN!

Wir fordern die weltweite Einhaltung der Men-

schenrechte für Lesben, Schwule, Trans*, bi- und

intersexuelle Menschen. Deutschland muss eine

klare Position mit Ländern beziehen, in denen

gleichgeschlechtliche Liebe unter Strafe steht. In

acht Staaten bzw. Teilstaaten sind Menschen auf-

grund ihrer sexuellen Orientierung vom Tode be-

droht. 71 Staaten verhängen teilweise sehr hohe

Haftstrafen (ILGA World).

EHE FÜR ALLE!

Wir fordern die Öffnung der Ehe für gleichge-

schlechtliche Paare. Deutschland liegt bei der Ein-

führung der Ehe für Alle weit hinter den meisten

europäischen Ländern zurück.

VIELFALT IN DER

BILDUNGSPOLITIK

ABBILDEN!

Wir bestehen auf einer aktiven Aufklärungs- und

Bildungspolitik sowie die bundesweite Veranke-

rung sexueller und geschlechtlicher Vielfalt als

Bestandteil der Lehr- und Bildungspläne.

REGENBOGENFAMILIEN

STÄRKEN!

Wir verlangen das volle Adoptionsrecht für gleich-

geschlechtliche Paare, die automatische rechtli-

che Anerkennung des nicht leiblichen Elternteils

in eingetragenen Lebenspartnerschaften, den

gleichberechtigten Zugang zur Reproduktions-

medizin, sowie eine rechtliche Absicherung von

Mehrelternschaft.