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NIE

IEDER!

GRUSSWORT

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LIEBE KÖLNERINNEN

UND KÖLNER,

LIEBE BESUCHERIN-

NEN UND BESUCHER,

herzlich willkommen zum CSD Köln und dem Co-

lognePride, dem Kölner Festival für Emanzipation

und gegen Ausgrenzung und Diskriminierung.

Das diesjährige Motto „nie wieder“ erinnert an eine

Zeit, an die sich viele von Ihnen noch aus eigener

Erfahrung erinnern können: Noch bis ins Jahr 1994

stellte das Strafgesetzbuch sexuelle Handlungen

zwischen Personen männlichen Geschlechts unter

Strafe. Erst im März dieses Jahres beschloss das

Bundeskabinett einen Gesetzentwurf zur Entschä-

digung der noch lebenden Personen, die nach dem

§ 175 verurteilt wurden. Es ist lange überfällig, die

noch lebenden Opfer staatlicher Diskriminierung zu

entschädigen und den Verstorbenen zu gedenken.

Gleichzeitig müssen wir uns als Demokratinnen

und Demokraten in den nächsten Jahren auf eine

lange Auseinandersetzung einstellen, denn die

Fortschritte von Aufklärung und Emanzipation

erscheinen nicht weiter als selbstverständlich.

Gemeinsam müssen wir für eine inklusive Gesell-

schaft werben und uns selbstbewusst denjenigen

stellen, die rechtspopulistische und rechtsex-

treme Ansichten vertreten. Hierbei stärke ich als

Oberbürgermeisterin dem aufgeklärten Teil unse-

rer Gesellschaft gerne den Rücken!

Der Kölner CSD mit dem Straßenfest in der Alt-

stadt und dem Demonstrationszug gehört hierbei

zu den richtigen Antworten. Zusammen mit den

in Köln lebenden Lesben, Schwulen, Bisexuellen,

Trans*-Personen und Intersexuellen (LSBTI) bin

ich stolz, dass hier jährlich die in Deutschland

größte Parade gegen Ausgrenzung und für Aner-

kennung und Gleichberechtigung stattfindet.

Köln wird international als Hochburg lesbisch-

schwulen Lebens wahrgenommen. Wir sind zu

Recht stolz auf eine engagierte Community, die

ihre Vielfalt lebt und nicht müde wird, den Dialog

zu allen gesellschaftlichen Gruppen zu suchen.

Stellvertretend danken möchte ich hierfür den

Organisationen in der Stadtarbeitsgemeinschaft

Lesben, Schwule und Transgender, die sich für eine

weltoffene und tolerante Gesellschaft vorbildlich

und in hohem Maße engagieren! Ganz besonders

möchte ich auch denen danken, die sich für ge-

flüchtete Personen mit LSBTI-Hintergrund einset-

zen, einer besonders schutzbedürftigen Gruppe,

die sich mit ihren Erfahrungen von Mehrfachdis-

kriminierung oft in ganz besonders schwierigen

Situationen befindet. Ich bedanke mich außerdem

bei allen, die unter besonderen Bedingungen auch

in diesem Jahr zum Gelingen von ColognePride

und CSD beigetragen haben!

Allen Kölnerinnen und Kölnern sowie unseren

Gästen – allen voran denen, die den weiten Weg

aus unseren Partnerstädten auf sich genommen

haben – wünsche ich viele inspirierende Eindrü-

cke, eine erfolgreiche Veranstaltung und viel Spaß

auf dem Straßenfest sowie bei der Parade am

CSD-Sonntag!

Henriette Reker

Oberbürgermeisterin der Stadt Köln

HENRIETTE REKER

OBERBÜRGERMEISTERIN DER STADT KÖLN

Foto: Stadt Köln